Forschung Rückblick auf die 10. Berliner Werkstatt Partizipative Forschung

Die Bedeutung partizipativer Ansätze in der Gesundheits- und Sozialforschung wächst und mit ihr der Bedarf an Austausch.

Die Teilnehmenden der Tagung sitzen im Audimax der ASH Berlin und unterhalten sich.
Rund 120 Teilnehmende diskutierten bei der 10. Berliner Werkstatt Partizipative Forschung, wie Beteiligung in der Gesundheits- und Sozialforschung weiter wachsen kann.

Unter dem Leitmotiv „Wachsende Partizipation in der Gesundheits- und Sozialforschung?“ versammelte die 10. Berliner Werkstatt Partizipative Forschung am 6. März 2026 rund 120 Teilnehmende und machte dieses Thema den ganzen Tag über lebendig. Forschende und Praktiker_innen aus unterschiedlichsten Bereichen – von partizipativen Ansätzen in der Technikforschung über Soziale Arbeit bis hin zu Therapiewissenschaften und Versorgungsforschung – brachten ihre Perspektiven in ein ebenso vielfältiges wie inspirierendes Programm ein.

Als Projekt des Netzwerks Partizipative Gesundheitsforschung (PartNet) fand die Berliner Werkstatt bereits zum zweiten Mal an der ASH Berlin statt. Schon die beiden einführenden Keynotes verdeutlichten die thematische Bandbreite: Judith Rieger sowie Verwalt.-Prof. Dr. Bianka Wachtlin setzten mit ihren Impulsen zur Handlungspraxis in der Sozialen Arbeit und zur logopädischen sowie sprachtherapeutischen Forschung wichtige Akzente. Dabei wurde deutlich, welches Potenzial im interdisziplinären Austausch liegt und wie sehr wir alle voneinander lernen können. 

Der gegenseitige Austausch stand auch im Fokus der anschließenden Themenworkshops, Projektwerkstätten und Postersessions. Ein besonderes Merkmal der Berliner Werkstatt ist, dass sowohl Menschen aus der Praxis als auch Expert_innen aus Erfahrung ihre Perspektiven einbringen und alle gemeinsam voneinander lernen. Wie bereichernd dieser Austausch erlebt wurde, zeigt sich auch in den Rückmeldungen der Teilnehmenden. So brachte es eine jugendliche Teilnehmerin auf den Punkt:

„[Ich fand] viele neue Ideen, was wir bei uns anders machen können, z. B. einen Workshop komplett alleine durchführen, ohne Erwachsene.“

Auch andere Teilnehmende äußerten viel Wertschätzung: 

„[Ich fand gut,] Einblicke in viele verschiedene partizipative Ansätze zu erhalten. Trotz unterschiedlicher Disziplinen, Methoden und Forschungsgegenstände zeigten sich immer wieder ähnliche Herausforderungen. Hier können alle vom Austausch und von Zusammenarbeit profitieren.“

Gleichzeitig wurde deutlich, dass das dichte Programm die zeitlichen Grenzen eines eintägigen Formats erreicht: Der Wunsch nach mehr Pausen sowie mehr Raum für Austausch und vertiefte Diskussionen wurde vielfach geäußert. Dies macht deutlich, dass mit der wachsenden Bedeutung partizipativer Ansätze in der Gesundheits- und Sozialforschung auch das Format der Berliner Werkstatt weiterentwickelt werden muss. 

Wir danken allen Teilnehmenden herzlich, die zum Gelingen der 10. Berliner Werkstatt Partizipative Forschung beigetragen haben! Die Dokumentation der Veranstaltung wird ab Ende April auf der Webseite von PartNet verfügbar sein.

Die 11. Berliner Werkstatt Partizipative Forschung ist für März 2027 geplant. Der Call for Participation wird im Herbst 2026 veröffentlicht.