Zum Ende der Vorlesungszeit präsentieren die Studierenden des berufsbegleitenden, weiterbildenden Masterstudiengangs „Kinderschutz – Dialogische Qualitätsentwicklung in den Frühen Hilfen und im Kinderschutz” jedes Jahr die Ergebnisse ihrer einjährigen Projekte zur Dialogischen Qualitätsentwicklung. Die diesjährigen Abschlusspräsentationen fanden am 20. Juni sowie am 3. und 4. Juli 2026 im Audimax der ASH Berlin statt.
Die Projekte entstanden in enger Zusammenarbeit mit Partner_innen aus der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere den Hilfen zur Erziehung, den Kindertageseinrichtungen und der Krisenintervention. Die Projektergebnisse verdeutlichten eindrucksvoll, wie wissenschaftliche Erkenntnisse und praxisorientierte Qualitätsentwicklung im Kinderschutz miteinander verbunden werden können. Die Vielfalt der Themen und die hohe Qualität der Projekte unterstrichen das große Engagement der Fachkräfte im Bereich der Frühen Hilfen und des Kinderschutzes.
Ein Projekt konnte beispielsweise aufzeigen, wie Kooperationen bei der Durchführung von Familienräten zu einer besseren Beteiligung von Familien im Kinderschutz führen. Die Realisierung von Beteiligung war auch Schwerpunkt eines ganz anderen Projekts, das in einer inklusiven Wohngruppe durchgeführt wurde. Ziel dieses Projekts war es, die Partizipation von jungen Menschen, die mit Mehrfachbehinderungen leben, zu fördern. Ein weiteres Projekt beschäftigte sich mit der Krisenarbeit in einem Jugendamt. Im Ergebnis konnten Abläufe und Unterstützungsmöglichkeiten im Team erarbeitet werden, die das plötzliche Tätigwerden der einzelnen Fachkraft in der Krise zuverlässig unterstützen.
Leider können an dieser Stelle nicht alle der durchweg innovativen Qualitätsentwicklungsprojekte vorgestellt werden. Sie alle zeichnen sich dadurch aus, dass Fachkräfte aus der Mitte der jeweiligen Organisation Veränderungs- und Verbesserungsprozesse zu einer konkreten Aufgaben- und Fragestellung anregen. Diese werden dann unter Hinzunahme der verantwortlichen Entscheidungsträger_innen nachhaltig umgesetzt. Das heißt, die Ergebnisse werden auch nach dem Ende der Qualitätsentwicklungsprojekte fortgeführt und verbleiben somit in den Organisationen.
Die Präsentationen im Audimax der ASH Berlin boten den Studierenden die Gelegenheit, ihre Ergebnisse, Entwicklungsprozesse und Handlungsempfehlungen einem interessierten Publikum vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren. An der feierlichen Abschlussveranstaltung nahmen die Studierenden des Masterstudiengangs, Kooperationspartner_innen aus der Praxis sowie Lehrende aus dem Studiengang teil. Prof. Dr. Tim Wersig und Lilly Looks (MA) begleiteten die Studierenden von der Entwicklung der Projektidee bis zur Umsetzung im Modul „Dialogische Qualitätsentwicklung“. Gemeinsam mit der Studiengangsleiterin Prof. Dr. Regina Rätz würdigten sie den erfolgreichen Abschluss dieses intensiven und praxisnahen Lehr- und Lernprozesses.
Die ASH Berlin gratuliert allen Studierenden ganz herzlich zum erfolgreichen Abschluss ihrer Qualitätsentwicklungsprojekte und bedankt sich bei ihnen für ihre engagierte und inspirierende Arbeit zur Weiterentwicklung der Qualität in den Frühen Hilfen und im Kinderschutz!