Lernen & Lehren Alumnibefragung 2025: Hohe Zufriedenheit im IGo-Studiengang

Die Alumni des Online-Studiengangs IGo bewerten Organisation, Austausch und Kompetenzgewinn sehr positiv – alle würden ihn weiterempfehlen.

Studentin sitzt lachend vor dem Laptop im Seminarraum. Im Hintergrund eine sitzende Gruppe Studierender.
Konstantin Börner_NORDSONNE IDENTITY

Die jährliche Alumnibefragung des Bachelorstudiengangs Interprofessionelle Gesundheitsversorgung – online (IGo) erfasst den Kompetenzzuwachs und die berufliche Entwicklung der Absolventinnen mittels eines Online-Fragebogens. In den aktuellen Ergebnissen werden Studienorganisation, Vereinbarkeit mit dem Privatleben und Möglichkeiten für interprofessionellen Austausch als sehr gut bewertet. Der Studiengang erfüllt die Erwartungen der Studierenden und ermöglicht eine hervorragende persönliche sowie fachliche Weiterentwicklung. Außerdem geben 90 % Teilnehmenden an, dass sie nach Abschluss des Studiums weiter in der Gesundheitsversorgung arbeiten. Im Vergleich zu 2024 zeigen sich stabile bis leicht verbesserte Werte, vor allem bezüglich Teamarbeit, interprofessioneller Kommunikation und digitalen Kompetenzen. Entwicklungspotenzial besteht bei eigenständigem Lernen und Zeitmanagement. Alle Alumni würden den Studiengang, wie auch in den vorangegangenen Befragungen, weiterempfehlen, was dessen hohe Qualität und Relevanz bestätigt.

Methodik
Die Alumnibefragung 2025 wird im Rahmen der kontinuierlichen Qualitätssicherung des Bachelorstudiengangs Interprofessionelle Gesundheitsversorgung – online (IGo) durchgeführt. Ziel der Erhebung ist es, Rückmeldungen von Absolventinnen und Absolventen zu ihren Erfahrungen im Studium sowie zu ihrer beruflichen Entwicklung nach dem Abschluss zu gewinnen. Die Datenerhebung erfolgt mittels eines standardisierten Online-Fragebogens. Dieser wird an Personen versendet, die den Studiengang zum Ende des Vorjahres erfolgreich abgeschlossen haben. Insgesamt haben zehn Alumni an der Befragung teilgenommen. Dies entspricht einer Rücklaufquote von fast 47 %. Der Frauenanteil beträgt 100 %, das Alter der Teilnehmenden liegt zwischen 32 und 59 Jahren (Durchschnittsalter 45,3 Jahre). Die Ergebnisse wurden deskriptiv ausgewertet und mit den Daten der Vorjahresbefragung 2024 (n = 14, 71 % weiblich, 29 % männlich, Altersdurchschnitt 43,7 Jahre) verglichen. Die Befragung umfasst unter anderem Fragen zu beruflichen Veränderungen seit Studienabschluss, zur Bewertung der Studienorganisation und -inhalte, zum Erwerb interprofessioneller Kompetenzen sowie zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung. Ergänzend können die Befragten qualitative Rückmeldungen, z.B. Wünsche, Verbesserungsvorschläge, Kritik oder ergänzende Anmerkungen, geben.

Ergebnisse
Die Ergebnisse der Alumnibefragung 2025 zeigen insgesamt ein sehr positives Bild hinsichtlich der Studienerfahrungen und der beruflichen Entwicklung der Absolventinnen. Im Vergleich zur Befragung 2024 hat die berufliche Mobilität deutlich abgenommen. So sind 90 % auch nach Abschluss des Studiums weiterhin in der Gesundheitsversorgung tätig. In Bezug auf die allgemeine Evaluation des Studiengangs wurden insbesondere die Vereinbarkeit des Studiums mit den persönlichen Lebensumständen (MW=2.1 ±0.9) und die Möglichkeiten zum interprofessionellen Austausch (MW=1.2 ±0.6) positiv bewertet. Die Bedeutsamkeit und der persönliche Nutzen der Lernziele wurden von den Absolventinnen durchgängig sehr hoch eingeschätzt. Die Mittelwerte lagen zwischen 1.0 und 1.7, wobei ausschließlich die positiven Antwortoptionen („trifft voll zu“ oder „trifft zu“) gewählt wurden. Eine minimale Verschlechterung ergab sich lediglich bei der Integration neuer Technologien und Innovationen in die Gesundheitsversorgung (MW-Anstieg von 1.6 auf 1.7). Der Erwerb interprofessioneller Kompetenzen wurde ebenfalls überwiegend positiv eingeschätzt. Davon sind Teamarbeit, interprofessionelle Kommunikation, Umgang mit digitalen Medien sowie Rollenklarheit besonders stark ausgeprägt. Insgesamt können bei 14 von 24 erhobenen Kompetenzitems Verbesserungen festgestellt werden, wobei die Fähigkeit zur Gesprächsmoderation auch statistisch signifikant zunimmt (p = 0.037). Kompetenzen in den Bereichen eigenständiges Lernen, Konfliktfähigkeit und Zeitmanagement sind etwas schwächer ausgeprägt und im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig. Die Befragten zeigen sich außerdem insgesamt sehr zufrieden mit der Studiengangskoordination sowie mit der Studienlaufbahnbegleitung, die als integraler Bestandteil den gesamten Studienverlauf begleitet. Die Mittelwerte liegen durchweg im positiven Bereich (MW ≈ 1.1–1.9). Die allgemeinen Rückmeldungen spiegeln ebenfalls eine hohe Zufriedenheit wider: Die Erwartungen an das Studium werden erfüllt (MW = 1.2) und die persönliche sowie fachliche Weiterentwicklung wird als hervorragend eingeschätzt. Alle Teilnehmende geben an, dass sie den Studiengang weiterempfehlen würden. In den vorherigen Befragungen aus den Jahren 2021 und 2024 lag die Weiterempfehlungsquote ebenfalls bei 100 %. Im Bereich der qualitativen Rückmeldungen wurden insbesondere die familiäre Atmosphäre, die gute Struktur und Flexibilität des Studienformats, die Familienfreundlichkeit sowie der hohe Praxisbezug hervorgehoben. Kritisch angemerkt wurde der Wunsch nach einem fachlich breiteren Spektrum in den Fallbearbeitungen sowie die fehlende Möglichkeit eines anschließenden (online) Masterstudiengangs im Bereich Interprofessionelle Gesundheitsversorgung. 

Fazit
Die Alumnibefragung 2025 bestätigt erneut die hohe Qualität und Relevanz des Bachelorstudiengangs Interprofessionelle Gesundheitsversorgung – online (IGo). Die Ergebnisse zeigen, dass der Studiengang wesentlich zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung der Absolventinnen beiträgt und die angestrebten Lernziele überwiegend erreicht werden. Besonders positiv hervorgehoben werden die praxisnahe Ausrichtung, die interprofessionelle Zusammenarbeit sowie die gute Vereinbarkeit des Studiums mit individuellen Lebensumständen. Im Vergleich zur Vorjahreserhebung 2024 lässt sich eine insgesamt stabile bis leicht verbesserte Bewertung in nahezu allen untersuchten Bereichen feststellen. Die Rückmeldungen deuten zudem auf eine Stärkung wichtiger interprofessioneller Kompetenzen hin, insbesondere Kommunikation, Teamarbeit und digitaler Kompetenz. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass in einzelnen Bereichen – etwa das eigenständige Lernen, die Konfliktfähigkeit und das Zeitmanagement – weiterhin Entwicklungspotenzial besteht. Der wiederholt geäußerte Wunsch nach einem aufbauenden (online) Masterstudiengang unterstreicht das Interesse der Absolventinnen an einer weiteren akademischen Qualifizierung im interprofessionellen Kontext. Zusammenfassend belegen die Befunde erneut ein sehr hohes Maß an Zufriedenheit, Engagement und Identifikation mit dem Studiengang. Die konstant hohe Weiterempfehlungsrate verdeutlicht, dass das Studienangebot den Anforderungen der Praxis gerecht wird und einen nachhaltigen Mehrwert für die fachliche Entwicklung im Gesundheitswesen bietet.