Hochschulleben Podiumsdiskussion zum neuen Berliner Bildungsprogramm an der ASH Berlin

Wie können Diversität, Demokratiebildung, Kinderrechte und Teilhabe nachhaltig im Bildungsprogramm verankert werden?

Auf dem Foto sind die Podiumsgäste im Audimax der ASH Berlin zu sehen.
Bei der Podiumsdiskussion wurde insbesondere kontrovers diskutiert, dass zentrale Themen wie Diversität und Demokratiebildung im aktuellen Entwurf des Berliner Bildungsprogramms keine Berücksichtigung mehr finden.

Unter dem Titel „Das neue Berliner Bildungsprogramm – (K)eine Antwort der Bildungspolitik auf aktuelle gesellschaftliche An- und Herausforderungen?“ fand am 4. Dezember 2025 an der Alice Salomon Hochschule Berlin eine gut besuchte Podiumsdiskussion statt. 

Im Zentrum stand die laufende Überarbeitung des Berliner Bildungsprogramms (BBP). Kontrovers diskutiert wurde insbesondere, dass zentrale Themen wie Diversität und Demokratiebildung im aktuellen Entwurf keine Berücksichtigung mehr finden. Das Bündnis „Vielfalt verankern“ warnt in diesem Zusammenhang vor einer möglichen Deprofessionalisierung der frühen Bildung durch Technisierung und Standardisierung und fordert stattdessen ein Bildungsprogramm, das sich an gesellschaftlichen Entwicklungen orientiert und Kinderrechte, Teilhabe und Vielfalt stärkt.

Nach der Eröffnung durch Prof. Dr. Anja Voss, Vizepräsidentin der ASH Berlin und Professorin in den Studiengängen der Kindheitspädagogik, wurde der aktuelle bildungspolitische Kontext eingeordnet. Anschließend diskutierten Thomas Strzalka von der AWO Kita Löwenzahn, Jacqueline Abe und Lisa Hartmann aus den Studiengängen der Kindheitspädagogik der ASH Berlin, Constanze Klunker als Elternvertreterin und Gründerin der Berliner Initiative für Familien, Dr. Franziska Bruder als Gewerkschaftssekretärin bei ver.di sowie die ASH-Professorinnen Prof. Dr. Corinna Schmude und Prof. Dr. Ulrike Eichinger über die Frage, wie frühe Bildung professionell gestaltet werden kann und welche Leitkonzepte ein zeitgemäßes Bildungsprogramm benötigt.

Im Mittelpunkt standen dabei Überlegungen, wie Inhalte wie Diversität, Demokratiebildung, Kinderrechte und Teilhabe nachhaltig im Bildungsprogramm verankert werden können und wie Fachpraxis und Wissenschaft in die Entwicklung und politische Institutionalisierung solcher Leitkonzepte eingebunden werden sollten. 

Die Diskussion verdeutlichte, dass die Weiterentwicklung professioneller Pädagogik angesichts politischer und gesellschaftlicher Veränderungen eine zentrale Herausforderung darstellt.