Am Samstag, 13. Dezember 2025, hat die ASH Berlin die Absolvent_innen des Bachelorstudiengangs „Interprofessionelle Gesundheitsversorgung – online“ im Audimax feierlich verabschiedet. Der Nachmittag stand im Zeichen der Anerkennung für wissenschaftliche Leistungen, für berufsbegleitendes Durchhaltevermögen – und für die Haltung, Versorgung konsequent als Teamaufgabe zu verstehen.
Ein Auftakt, der Haltung sichtbar macht
Eröffnet wurde die Feier durch die Studiengangleiterin Prof. Dr. Heidi Höppner. In ihrer Begrüßung betonte sie, was Studierende in diesem Studienformat leisten: Sie entwickeln Fachkenntnisse weiter, während der Berufsalltag weiterläuft und schärfen dabei den Blick über die Grenzen der eigenen Profession hinaus. Es folgten die Grußworte des Dekans des Fachbereichs II (Gesundheit, Erziehung und Bildung), Prof. Dr. Michael Erhart.
Den inhaltlichen Schwerpunkt setzte der Festvortrag „Interprofessionelle Kompetenzen für die Gesundheit und das Gesundheitssystem von morgen“ von Dr. rer. medic. h. c. Helmut Hildebrandt (Vorstandsvorsitzender OptiMedis AG). Der Titel brachte auf den Punkt, worum es im Kern geht: um Zusammenarbeit, die nicht bei guter Absicht stehen bleibt, sondern über klare Rollen, gemeinsame Ziele und abgestimmte Kommunikation wirksam wird. Doch der Schritt von der Absicht zur Praxis ist ein langer Weg – er erfordert Zeit und vor allem Empowerment der zukünftigen Absolvierenden, um diese Haltung dauerhaft zu leben.“
Auszeichnungen und Ehrung: Leistung, die Wirkung entfaltet
Im Anschluss erfolgte die Auszeichnung der Preisträgerinnen. Für ihre Abschlussarbeiten wurden Lilly Kronenbitter und Anna Schulz ausgezeichnet. Damit rückte die Feier auch die wissenschaftliche Qualität in den Mittelpunkt, mit der die Absolvent_innen die Praxis interprofessioneller Gesundheitsversorgung reflektieren und weiterdenken. Die Ehrung der Absolvent_innen – sichtbar, namentlich, gemeinschaftlich – machte deutlich: Ein Abschluss ist nicht nur ein individueller, charakterliche Erfolg, sondern auch ein Beitrag zur Professionalisierung eines Feldes, das auf koordinierte, patient_innenorientierte Zusammenarbeit angewiesen ist.
Nach der Pause erhielten bei „Die Alumni haben das Wort …“ ehemalige Studierende Raum für Rückblicke und Ausblicke. Der Programmpunkt schlug nicht nur eine Brücke zwischen Studium und Praxis, sondern räumte auch mit einem Vorurteil auf: Die Erfahrungsberichte zeigten eindrücklich, dass tiefe persönliche Bindungen und ein starkes Wir-Gefühl auch in Online-Studiengängen entstehen können. So wurde deutlich, dass Lernen im Gesundheitswesen nicht mit der Urkundenübergabe endet, sondern als gemeinsamer, vernetzter Entwicklungsprozess weitergeht. Den Abschluss bildeten ein feierliches Anstoßen und der gemeinsame Ausklang – ein stimmiger Schlusspunkt, der nicht nur den erfolgreichen Studienabschluss markierte, sondern auch das Netzwerk sichtbar machte, das in einem interprofessionellen Studiengang mitwächst.