Mediennutzung „Digital Natives“

Ergebnisse einer Studie zur Mediennutzung von Studierenden an der ASH Berlin

Vergrößern: Studentinnen arbeiten konzentriert an ihren Laptops. Sie sitzen sich an einem Tisch gegenüber.
© David von Becker

Von unterwegs schnell die E-Mails abrufen, von überall im Internet surfen oder digitale Bücher lesen. Das machen technische Endgeräte möglich und sie sind mittlerweile wie selbstverständlich in unser Leben integriert. „Digital Natives“ –so werden Menschen genannt, die nach 1980 geboren und mit technischen Medien groß wurden. Man geht davon aus, dass sie über eine hohe Medienkompetenz verfügen, besser Multitasking beherrschen und sich schnell technische Innovationen aneignen.

Mediennutzungsbefragung an der ASH Berlin

Im Bildungssystem sind technische Medien schon länger in die Lehre integriert. Die meisten Hochschulen arbeiten mit Lernmanagementsystemen wie Moodle und haben Teile ihrer Lehre und Studienverwaltung digitalisiert. Der Großteil der heutigen Studierenden gehört zu den „Digital Natives“. Um empirische Erkenntnisse über die Mediennutzung von Studierenden zu erhalten, wurde bereits 2012 eine Studie mit über 2.300 Befragungsteilnehmerinnen und -teilnehmern an deutschen Hochschulen durchgeführt (Zawacki-Richter et al. 2014). 2015 wurde diese Studie mittels Online-Fragebogen deutschlandweit wiederholt und dieses Mal haben auch 155 Studierende der ASH Berlin daran teilgenommen.

Insgesamt beteiligten sich 79,5 Prozent weibliche und 20,5 Prozent männliche Studierende der ASH Berlin, das Durchschnittsalter lag bei 28,4 Jahren und sie waren in den Studiengängen Soziale Arbeit, Erziehung und Bildung im Kindesalter sowie in Gesundheitsstudiengängen eingeschrieben.

Fast 100 Prozent der Befragungsteilnehmer/-innen geben an, über einen Internetzugang zu Hause zu verfügen. Dieses Ergebnis gibt Aufschluss darüber, dass mittlerweile fast alle Studierenden Zugang zur Ressource Internet haben.

Besitz technischer Medien

Knapp 94 Prozent der Befragten besitzen ein Notebook/Laptop, 80,1 Prozent ein Smartphone mit Internetzugang und 30,4 Prozent einen Tablet-PC. Zugunsten von Notebook und Tablet liegt der Besitz von Desktop-PCs nur bei 33,6 Prozent.

Moodle beliebt bei den Studierenden

96,1 Prozent der Studierenden halten den Einsatz von Lernplattformen in der Lehre für wichtig und 92,2 Prozent für nützlich. Das zeigt sich auch bei der Frage nach der Nutzungsfrequenz. 92,7 Prozent der Studierenden arbeiten mit Moodle fast täglich, davon loggen sich 20,9 Prozent sogar mehrmals täglich ein.

Interesse an neuen Medien im Studium

Über 60 Prozent der Studierenden sind neugierig auf die Verwendung neuer Medien im Studium. Des Weiteren denken 72,1 Prozent der Studierenden, dass der Einsatz digitaler Medien ihr Studium komfortabler macht. Allerdings wollen nur 34,9 Prozent mehr über digitale Medien im Studium erfahren.

Zusammenfassend zeigt die Untersuchung, dass der digitale Medieneinsatz im Studium für Studierende der ASH Berlin wichtig ist. Besonders kritisch wird die Finanzierung von Geräten zur digitalen Nutzung im Studium beurteilt. 23,2 Prozent der Studierende meinen, nicht jede/-r könne sich diese leisten. Jedoch zeigt die Befragung auch, dass die Studierenden mit vielfältigen technischen Geräten offenbar gut ausgestattet sind.

 

Katrin Schulenburg 
schulenburg@ avoid-unrequested-mailsash-berlin.eu