Forschung Berührung ist essentiell für unser Leben

Prof. Dr. Claudia Winkelmann im Interview über fehlende Berührungen und ihre Folgen während der Pandemie und den Stand der Forschung zu Haptik in den Gesundheitsfachberufen

Vergrößern: zwei alte Menschen umarmen sich
© Gennaro Leonardi from Pixabay

Sie forschen zu Haptik in den Gesundheitsfachberufen. Was können wir uns darunter vorstellen?

Winkelmann: Unter Haptik wird einerseits die aktive Tastsinneswahrnehmung, also beispielsweise das Wahrnehmen von Veränderungen in Geweben während der Physiotherapie, und andererseits der Tastsinn oder besser Berührungssinn verstanden. Er wird durch Berührung bei einer Person, beispielsweise einer Patientin oder einem Patienten, aktiviert. Diese Berührung kann auf verschiedene Weise und nicht nur im Rahmen der Gesundheitsversorgung in der Physiotherapie, Ergotherapie und Pflege erfolgen.

 

Welche Rolle spielt Haptik in den Gesundheitsfachberufen?

Winkelmann: Gemeinsam mit Prof. Dr. Martin Grunwald und seinem Team des Haptik Forschungszentrums der Universität Leipzig forsche ich zur aktiven Tastsinnesleistung der Lernenden und Berufsangehörigen in den Gesundheitsberufen. Hintergrund ist die Tatsache, dass zwar Tastbefunde und mit der Hand ausgeführte Techniken ebenso wie die Anatomie, also welches Gewebe an einer Stelle zu erwarten ist, gelehrt werden. Allerdings wird ohne Prüfung angenommen, dass der Tastsinn ausreichend gut ist, um kleinste Veränderungen zu spüren. Dies gilt übrigens auch für das Medizinstudium. Das ist so, als würde man die Verkehrszeichen und –regelungen auswendig lernen und am Straßenverkehr teilnehmen, ohne die Seh- und Hörfähigkeiten überprüft zu haben.

Aktive Tastsinneswahrnehmungen liefern uns Informationen über die äußere Welt. Man denke an Säuglinge, die ihre Welt mit dem Mund, der Zunge und den Händen begreifen. Werden aber Personen berührt, prüft das Gehirn in Millisekunden, ob davon Gefahr ausgeht oder nicht. Verantwortlich hierfür sind mehrere Millionen Rezeptoren, die Druck, Vibration, Wärme, Kälte, Schmerz registrieren und die Information über Nervenfasern weitergeben. Erst vor gut 10 Jahren wurde die C-taktile Nervenfaser und damit dieses Sinnessystem entdeckt. Die auch als Streichelfaser oder Berührungsnerv bekannte Faser reagiert speziell auf sanfte, angenehme Berührungen und signalisiert, ob wir diese mögen oder nicht. Seitdem wird die Bedeutung von Berührung für unser soziales Leben erforscht. Ganzheitliche Konzepte der bio-psycho-sozialen Gesundheitsversorgung, die hands-on-Techniken beispielsweise als Klassische Massagetherapie integrieren, sind insbesondere in der interdisziplinären, multimodalen Schmerztherapie oder in der geriatrischen Komplexbehandlung gefragt.

 

Sie sind auch für das mobile Haptiklabor der ASH Berlin verantwortlich. Was machen Sie da genau? Und wie und was können Studierende damit lernen?

Winkelmann: Wir wissen aus Forschungsarbeiten, dass der aktive Tastsinn individuell sehr unterschiedlich, aber auch trainierbar ist. Um die aktive Tastsinnesleistung der Studierenden prüfen und gezielt trainieren zu können, habe ich erfolgreich Fördergelder vom Institut für Angewandte Forschung (IFAF) Berlin eingeworben. Mit diesen Drittmitteln wurde im vergangenen Jahr ein mobiles Haptiklabor eingerichtet. Es enthält mehrere Haptik-Test- und Trainings-Sets sowie ein Haptik-Memory, die in der Form weltweit einzigartig sind. Die Sets sind fernab der Laborsituation praktikabel, valide und können beispielsweise nach einer Einweisung auch von Studierenden zum Training ausgeliehen werden. Vergleichbar mit einem Buch, das in der Bibliothek zum Selbststudium entliehen wird. Um die Tests und Trainings in der Aus- und Weiterbildung zu verankern, habe ich in meiner Funktion als Stiftungsrätin mit der Stiftung für Manuelle Medizin Berlin ein Propädeutikum aktiver Tastsinnesleistung, kurz PakT, entwickelt. Dieses blended learning-Konzept soll nun evaluiert werden.  

 

„Berührungen vertiefen die Bindung. Menschen erleben sich dadurch als Teil einer Gemeinschaft, empfinden Schutz und Sicherheit.“

 

Aufgrund der Corona Pandemie und den Kontaktbeschränkungen erleben wir Menschen viel weniger Berührungen im Alltag. Wie wichtig sind Berührungen für den Menschen?

Winkelmann: Berührung ist essentiell für unser Leben. Sätze wie „Es hat mich ergriffen, … es berührt mich, … es ist unfassbar.“ verdeutlichen die enge Verbindung von Handlung und Gefühl. Berührungen verursachen sowohl bei der Person, die sie empfängt, als auch bei der Person, die sie gibt, große Veränderungen. Diese lassen sich schon lange biochemisch als erhöhte Ausschüttung von Neurotransmittern und Hormonen nachweisen. Heutzutage können diese Veränderungen aufgrund des medizin-technischen Fortschritts auch körperlich und sogar auf Zellebene dargestellt werden. Berührungen haben eine soziale Funktion, beispielsweise als Handreichen – durchaus doppeldeutig in diesem Kontext gemeint – das Umarmen oder das Streichen bzw. Stärken des Rückens. Berührungen vertiefen die Bindung. Menschen erleben sich dadurch als Teil einer Gemeinschaft, empfinden Schutz und Sicherheit.

Bei Körperkontakt - auch durch ein ungewolltes Zusammenstoßen beispielsweise in der Bahn oder, wenn wir uns an einem Gegenstand stoßen - leiten A-taktile Fasern der Haut sofort eine Information zum Schutz ans Gehirn. Wir können beispielsweise mit einer Seitbewegung reagieren. Nach ungefähr 1 bis 2 Sekunden erreichen dann C-taktile Fasern das Gehirn, speziell das soziale Gehirn mit den für positive Gefühle, Nachdenken über andere und für die Selbstwahrnehmung zuständigen Hirnarealen.

Diese Vorgänge bzw. diese Art der Berührung scheinen ursächlich für den Zusammenhalt in sozialen Gruppen. Soziale Kontakte mit „positiven Gefühlen“ ordnet das Gehirn als belohnend ein, denn zusammen kann man viel besser Herausforderungen oder Krisen meistern.

 

„Über den Tastsinn – der erste und letzte Sinn in unserem Leben - wirken Berührungen tief in unserem Inneren“

 

Ist Berührung gleich Berührung?

Winkelmann: Unser Gehirn löst auf den gleichen Reiz verschiedene Reaktionsmuster von größtem Wohlbefinden bis zu tiefster Abneigung aus. Wenn wir verliebt sind, ist das Berühren aktivierend und der Puls steigt. In der Trauer dagegen kann eine Berührung beruhigen, die Herzfrequenz senken und Trost spenden.

Es ist ein enormer Unterschied, ob sich eine Person selbst berührt oder berührt wird. Berührt man sich, sind Hirnareale zum Erkennen von Absichten, Gedanken und Plänen anderer sowie für das Belohnungsempfinden deutlich inaktiver. Das Hirn schaltet quasi auf Energiesparmodus, da wir wissen, dass keine Gefahr besteht.

Dennoch passiert die Selbstberührung mehrfach am Tag etwa, wenn wir uns ins Gesicht fassen. Im Haptik Forschungszentrum Leipzig wurde gezeigt, dass dies besonders dann erfolgt, wenn wir Stress erleben, etwa bei Ablenkung während einer Klausuraufgabe. Das kurze Berühren im Gesicht bewirkt eine Beruhigung des Gehirns und damit das Fokussieren der Aufmerksamkeit auf die zu lösende Aufgabe.

Berührungen erfolgen von außen und wirken tief in unserem Inneren, indem sie unser emotionales Gleichgewicht herstellen. Mit Selbstberührungen kann dies nur ansatzweise erreicht werden.

 

Wie wirken sich fehlende Berührungen auf den Menschen aus?

Winkelmann: Forschungsergebnisse zeigen, dass Berührungen einen schmerzlindernden Effekt haben. So drücken wir auf die schmerzende Stelle oder reiben diese, nachdem wir uns gestoßen haben. Doch auch bei seelischem Schmerz könnten Berührungen helfen.

Das vermehrte Ausschütten von Hormonen durch Berührung, insbesondere dem auch als Bindungshormon bekannten Oxytocin, ist der Grund, dass ein körperlicher Trost durch das tröstende Wort nicht ersetzbar ist. Je enger die Verbindung der Personen ist, desto mehr wird ausgeschüttet. Fehlt Berührung sind der Aufbau von Beziehungen, Gegenseitigkeit, Menschlichkeit, Verlässlichkeit, Treue, Sicherheit gestört. Berührungen haben über die biochemischen und körperlichen Prozesse gesundheitsfördernde, beruhigende, Hirnwachstum fördernde, Immunsystem stärkende Wirkung. Es ist nachgewiesen, dass Paare im Vergleich zu Alleinstehenden länger leben und weniger stressanfällig sind. Oxytocin hat allerdings nur verstärkende Wirkung. Paare, Eltern, Kinder, nahestehende Personen schweißt es enger zusammen. Die nicht dazu gehören werden stärker ausgegrenzt.

Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass Einsamkeit zum Massenphänomen wird. Die Folgen der Pandemie mit den Auflagen zu Abstandsregeln, Masken und exzessiver Nutzung digitaler Medien hat dies lediglich verstärkt. Wir sind auf uns allein gestellt und der Schutz der Gruppe geht verloren. Auf diese Gefahr antwortet das Gehirn und versetzt den Körper in Alarmbereitschaft. Dies kann an erhöhten Cortisolspiegeln nachgewiesen werden. Damit verbunden ist ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und Depression. Es ist belegt, dass Einsamkeit negativere Auswirkungen im Vergleich zu Nikotin- und Alkoholkonsum hat. Die Wahrscheinlichkeit, früher zu versterben, liegt bei den sogenannten Zivilisationskrankheiten, wie Diabetes, bei 35 bis 40 Prozent und bei einsamen Menschen bei 45 Prozent. Berührung ist jedoch genau das, was einsame Menschen nicht bekommen.

 

Wie merken wir, dass uns Berührungen fehlen?

Winkelmann: Vielen ist inzwischen bewusst geworden, dass sich durch Videos zwar eine gewisse Nähe und Verbundenheit im Freundeskreis, in der Familie, unter Studierenden oder im Team simulieren lässt, aber die physische Nähe nicht ersetzt. Heutzutage berühren wir den Screen auf unserem Smartphone häufiger als andere Menschen und können sie überdies einfach „wegwischen“.

Der Berührungsreiz ist für uns Menschen existenziell. Forschende nutzen die Auflagen zur Eindämmung der Pandemie teilweise, um Untersuchungen im Feld fernab von Laborsituationen durchzuführen. Es ist das erste Mal in der Evolution, dass Menschen in der Form separiert werden und angehalten sind, sich nicht zu berühren. Es ist ein Präzedenzfall für den noch keine Aussagen zu Folgen oder Kosten getroffen werden könne. Aber Krankenversicherungen beobachten schon jetzt, dass in der Zeit der sozialen und physischen Distanz, Krankmeldungen, Angststörungen, Depressionen und Suchterkrankungen zugenommen haben. Nicht umsonst gab es vor der Pandemie groß angelegte Aufklärungskampagnen, um die Nutzung digitaler Medien, insbesondere bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen einzugrenzen. Für die fehlende Berührung sucht das Gehirn auch unbewusst einen Ausgleich, Belohnung findet es durch mehr Essen, Rauchen, Trinken, digitalen Medienkonsum. Parallel führt der Dauerstress durch das „fehlende Licht am Ende des Tunnels“ im Zusammenhang mit der Pandemie zu erhöhten Cortisolspiegeln. Berührung fehlt und kann daher nicht zum Absenken beitragen. Körper und Psyche können sich nicht beruhigen. Das gleiche Phänomen ist beispielsweise auch bei Burnout nachgewiesen.

Oft nehmen wir gar nicht wahr, wie Berührungen unsere Stimmung, unsere Gesundheit, unsere Beziehungen beeinflussen. Es wird immer häufiger von einer Müdigkeit, an digitalen Konferenzen, Seminaren oder Treffen teilzunehmen, berichtet.

 

„Wir können uns etwas helfen, indem wir schwere Decken auflegen. Auch ein Hund oder eine Katze können einen gewissen Ersatz darstellen.“

 

Was kann gegen einen Berührungsmangel getan werden?

Winkelmann: Berührungen wirken immer direkt und unmittelbar und wecken starke Gefühle. Obwohl wir alle mit den Rezeptoren für sanfte Berührungen ausgestattet sind, empfindet sie jede Person anders. Erfahrungen, der kulturelle Hintergrund, Rollenbilder, Gewohnheiten oder die Situation sind maßgeblich, ob und wann wir eine Berührung mögen oder eben nicht.

Forschende der Northwestern University haben eine Art Kunsthaut entwickelt, die Berührung über Distanz ermöglichen soll. Sie wird wie ein großes Pflaster auf die Haut geklebt und ist kabellos mit dem Computer verbunden. Wird der Screen berührt, reagieren die integrierten Elektronikeinheiten in der Folie und erzeugen Druck und Vibrationen. Zwar kann die Kunsthaut ein real durchgeführtes sanftes Streichen nicht simulieren, aber künftig soll damit dem Erleben in den sozialen Medien neben den visuellen und auditiven Reizen ein weiterer Reiz hinzugefügt werden. Eine entsprechend ausgestattete Jacke oder ein Pullover kann übergezogen werden und man kann sich berühren. So können sich die Teammitglieder in der Zoom-Konferenz gegenseitig auf die Schulter klopfen. Denkbar sind auch fühlende Prothesen oder virtuell geführte Bewegungen beispielsweise als Hilfestellung für Patientinnen und Patienten, deren Angehörige oder auch im Zusammenhang mit einem virtuellen Training von Grifftechniken in der Physiotherapieausbildung, wie wir es im BMBF-Projekt SmartHands erproben.

Eine weitere Möglichkeit bieten spezielle Matratzenauflagen, die relativ großflächig am Rücken und rhythmisch einen Druck abgeben, zum Beispiel bei Frühchen im „Brutkasten“. In der intensivmedizinischen und in der palliativen Versorgung wird der sogenannte Nestbau angewendet, bei dem die  Patientinnen und Patienten mit Kissen umhüllt werden und so Kontakt spüren können. Häufig können sie mit dieser Geborgenheit loslassen und ihren letzten Weg gehen. Dennoch kann der Gesamteindruck einer persönlichen Begegnung mit Geruch, Temperatur, Bewertung der Situation heute noch nicht simuliert werden. Frühchen beispielsweise haben geringere Spätfolgen durch das Känguruhen, bei dem ein großflächiger Hautkontakt zwischen Eltern und Kind stattfindet.

Wir können uns etwas helfen, indem wir schwere Decken auflegen. Auch ein Hund oder eine Katze können einen gewissen Ersatz darstellen. Schon deshalb, weil von ihnen weitere positive Effekte ausgehen. Ebenso kann uns das Betrachten von Bildern, auf denen beispielsweise eine Umarmung gezeigt wird oder eine Hand gehalten wird, positiv berühren. Hierfür sind nach allen bisherigen Kenntnissen die Spiegelneuronen verantwortlich, die wir vom Mitgähnen oder vom Mitgefühl kennen, wenn beispielsweise ein Kind hinfällt und weint.

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zeigen uns, dass wir keine große Sehnsucht nach Technologie, sondern nach realen anderen Menschen haben.

 

Bald wird das erste Lehrbuch zu Haptik in den Gesundheitsfachberufen im Springer-Verlag erscheinen. Was können Studierende erwarten?

Winkelmann: Zwischenzeitlich liegen so viele wertvolle Forschungsergebnisse zur Haptik sowohl aus unserer eigenen Forschung als auch von zahlreichen nationalen und internationalen Forschungsarbeiten vor. Diese Erkenntnisse haben Dr. Stephanie Müller und Prof. Dr. Martin Grunwald vom Haptik Forschungszentrum Leipzig gemeinsam mit mir für dieses Lehrbuch aufbereitet. Das Lehrbuch richtet sich an Lehrende und Lernende im Zusammenhang mit der Gesundheitsversorgung und darüber hinaus, wie beispielsweise die Kapitel zu Gesellschaft und Berührung, Kommunikation von Emotionen oder auch Schwangerschaft, Geburt und frühkindliche Entwicklung. Die typischerweise erwarteten Inhalte eines solchen Lehrbuches liefern wir in den Kapiteln zur Anatomie und Physiologie, Extero-, Proprio- und Interozeption, zu Test- und Trainingsmöglichkeiten des Tastsinns. Wir gehen jedoch auch sehr detailliert auf Stress, Angst und Depression, Immunsystem, Schlaf und Schmerz ein.

Keinesfalls soll dieses Lehrbuch ein Bildatlas mit Abbildungen von Muskulatur oder Grifftechniken sein. Solche Werke liegen in hoher Qualität für die Studierenden vor. Wir wollen die Bedeutung von aktiven Tastsinnesleistungen sowie von Berührung unterstreichen und auf diese Weise einen Beitrag zur optimalen Versorgung der Patientinnen und Patienten sowie Klientinnen und Klienten leisten. Denn unser Tastsinn begleitet uns ein Leben lang. Berührung kann einen Menschen selbst dann noch erreichen, wenn er kaum noch mit der physischen Welt verbunden ist. Alle anderen Sinne, das Sehen, das Hören, lassen mit der Zeit nach. Auch die Tastsinnesfasern der Hände nehmen alle 10 Jahre etwa um 5 Prozent ab. Ausschließlich der Tast- oder besser formuliert der Berührungssinn bleibt erhalten und bietet uns in der Gesundheitsversorgung einen bedeutenden Zugangsweg.  

 

Prof. Dr. rer. med. Claudia Winkelmann
Professur für Betriebswirtschaft und Management im Gesundheits- und Sozialwesen
Alice Salomon Hochschule Berlin
Alice-Salomon-Platz 5
12627 Berlin
Kontakt: winkelmann@ash-berlin.eu